Einheitliche IDE erstellen


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Motivation

Kennen Sie das auch? Sie haben gerade eine Open Source Software installiert, alles funktioniert einwandfrei und doch eine Kleinigkeit könnte angepasst werden. Ein Blick in die Quellen verrät Ihnen es ist ganz einfach und kein großer Aufwand. Sie starten ihre IDE laden die Sourcen herunter und … kämpfen mit nicht aufgelösten Abhängigkeiten. Ok, hier noch ein Plugin nachinstalliert und dort noch ein Plugin aktualisiert. Die meisten Probleme sind jetzt behoben aber ein oder zwei Probleme bleiben hartnäckig und es gelingt Ihnen erst nach intensiver Suche in Foren und im Web oder nach einer Kontaktaufnahme mit dem Projektgründer. Nach ein paar Tagen geben Sie auf und nutzen lieber eine andere Software. 

Oder Sie sind Mitglied in einem Entwickler Team und dürfen einen neuen Kollegen einarbeiten. Also zunächst einmal den Arbeitsplatz einrichten, eclipse aufsetzen und konfigurieren, Projekt auschecken und Server starten und … Mist irgendetwas läuft nicht. Das ging aber bisher immer und keiner hat damit Probleme! Ja klar seit dem letzten Zugang ist die Architektur oft geändert wurden aber das dürfte nicht diese Auswirkungen haben – es beginnt eine Fehlersuche welche manchmal Tage dauert und auf die Performance des Teams drückt. 

Im Eclipse Umfeld gab und gibt es Projekte welche sich dieses Thema’s annehmen. Als Beispiele seien hier die folgenden genannt:

Erste vollständige Lösung

Bis auf den untersten Eintrag erbrachten alle in obiger Liste aufgeführten Projekte nur Teillösungen. Kick your eclipse in the cloud ist das erste Projekt welches aus meiner Sicht eine vollständige Lösung zur Herstellung identischer Entwicklungsumgebungen bietet. Dabei wurde wirklich an alles gedacht. Zunächst wird im Web nach einem Baukasten System die gewünschte Eclipse zusammen geklickt. Dann wird das ganze Paket mit einem Namen versehen und zusammengeschnürt. Nach ca. 15 Minuten steht das Paket zum Download bereit. Das herunter geladene Paket kann plattformunabhängig gestartet werden (Window Vista und Lubuntu habe ich selbst ausprobiert). Es erscheint ein Installer welcher die lästigen Arbeiten übernimmt. Er erkennt auch wenn das Paket früher schon installiert wurde und stellt dann die Optionen: Aktualisieren, Reparieren, Löschen und Beenden bereit. Nach Durchführung der Installation steht eclipse in Ihrer Wunschkonfiguration zum Start bereit. Jetzt können noch weitere administrative Tasks durchgeführt werden. So können noch weitere Plugins installiert werden, Einstellungen in den Preferencen vorgenommen oder Projekte ausgescheckt und konfiguriert werden. Mit einem einfachen Klick lässt sich danach die in der Cloud liegende Konfiguration um die durchgeführten Tätigkeiten aktualisieren. Beim nächsten Download steht die Eclipse dann in der neuen Konfiguration bereit. Bestehende Installationen können über die Update Suche ebenfalls auf den aktuellen Konfigurationsstand gebracht werden. 

Teilen im Web

Die so erstellte Konfiguration kann dann per URL im Web verbreitet oder gezielt anderen Team Mitgliedern zur Verfügung gestellt werden. Dabei ist zu beachten, dass jeder den den URL besitzt ebenfalls das Recht besitzt die Konfiguration selbst zu ändern. Generell kann ein Passwort gesetzt werden. Dadurch wird die Installation nur für Personen die das Passwort kennen möglich. Allerdings hat jeder der eine Installation besitzt auch das Recht die Konfiguration in der Wolke zu ändern. Dies kann nach meinem Verständnis aktuell nur durchNutzung einer privaten Cloud geändert werden. 

Die eigene Wolke

Verständlicherweise werden Systemhäuser oder Behörden den oben beschriebenen Weg nicht einfach so nutzen können. Immerhin würden diese dann eine nicht gewollte Abhängigkeit zur Verfügbarkeit der Webseite erzeugen. Eine Nichtverfügbarkeit der Seite würde dann zu einem massiven Blocker im Kerngeschäft, ganz abgesehen von diversen Sicherheitsproblemen welche eine solche Online Lösung aufwirft. 

Für die Bedürfnisse des Goverments steht eine eigene Cloud Lösung zur Verfügung. Dazu ist ein Programm im Firmennetz zu installieren. Dieses stellt einen Server bereit welcher die einzelnen Eclipse Konfigurationen im Firmennetz bereitstellt. Um diesen Server zu Betreiben ist keine Online Verbindung zum Hersteller notwendig. Alles was auf dem Server passiert steht vollständig unter der Kontrolle des eigenen Firmennetzes. 

Während die Online Lösung kostenfrei ist, fallen für die eigene Wolke Lizenzgebühren an. Diese gestalten sich aus meiner Sicht jedoch recht moderat so das diese auch für Mittelstandsunternehmen interessant sein dürften – Preisliste.

Ausprobieren

Wer jetzt Lust bekommen hat seine eigene Konfiguration zu erstellen und einen Startpunkt sucht, kann sich gern versuchsweise meine Beispielkonfiguration installieren.


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Kommentare

  • Huluvu424242  On 26. August 2014 at 21:09

    Die kostenfreie Cloud wurde inzwischen abgeschalten und jeder muss seine private Cloud installieren. Das ist aus Sichtweise einer einheitlichen Technologie zu begrüßen. Leider gibt es damit aber auch keine dauerhaft kostenfreie Version mehr nur noch eine zeitlich begrenzte Version zum ausprobieren. Dauernutzung muss bezahlt werden, wobei 100$ pro Jahr verschmerzbar sind. Allerdings 100$ für die Ablage einer Eclipse Konfiguration macht nicht wirklich für einzelne Entwickler Sinn. Das ist schon eher was für kleine StartUps.

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